
Wildstauden können passend für den jeweiligen Standort gewählt werden, weil sie so vielfältig sind. Foto: C. Egger, Detailstudios

Wildstauden sind eine Augenweide und bieten Insekten Pollen und Nektar.
Foto: C. Egger, Detailstudios

Wildstauden können passend für den jeweiligen Standort gewählt werden, weil sie so vielfältig sind. Foto: C. Egger, Detailstudios

Wildstauden sind eine Augenweide und bieten Insekten Pollen und Nektar.
Foto: C. Egger, Detailstudios
Staudenbepflanzungen in Rabatten, Baumscheiben und anderen Flächen bestehen aus verschiedenen mehrjährigen Stauden, ein- und zweijährigen Pflanzen sowie Gräsern, Farnen und Zwiebelpflanzen. Sie unterscheiden sich von Ruderalflächen vor allem in Bezug auf Standort und Boden. Staudenbepflanzungen gedeihen vor allem auf humosen Böden und können an verschiedenen Standorten, von schattig-frisch bis sonnig-trocken, eingesetzt werden. Sie zeichnen sich durch eine hohe ästhetische Qualität aus und bieten ganzjährig ansprechende Blatt- und Blühaspekte. Die gestalterischen Aspekte von Staudenbepflanzungen ändern sich im Laufe der Jahreszeiten und bieten Tieren Blüten, Überwinterungsplätze und andere Ressourcen. Einheimische Wildstauden bieten insbesondere Insekten wie Schmetterlingen, Bienen und Schwebfliegen Nahrung in Form von Pollen und Nektar. Die Auswahl der Pflanzenarten ist entscheidend für den Wert von Staudenbepflanzungen für Insekten und kann an die spezifischen Bedürfnisse von Bestäubern angepasst werden.

Auf versiegelten Flächen können Stauden in Pflanztrögen die Aufenthaltsqualität verbessern und Insekten Nahrung bieten. Foto: M. Di Giulio

Die Stadt Lichtensteig weist in den Rabatten von städtischen Grünflächen auf den Nutzen von Wildstauden für den Menschen hin. Foto: M. Di Giulio
Die Pflege von Staudenmischpflanzungen setzt eine hohe Artenkenntnis sowie die Kenntnis der geeigneten, artspezifischen Pflegemassnahmen voraus. Die Förderung von Staudenmischpflanzungen mit einheimischen und standortgerechten Arten reduziert den Pflegeaufwand und erhöht die Biodiversität.
Hitzeminderung
Tagsüber: Wenn ausreichend Wasser vorhanden ist und die Pflanzen Wasser verdunsten können, erhitzen sich die Oberflächen nur gering. Auch bei Trockenheit erhitzt sich die Oberfläche aufgrund der Beschattung durch die Stauden nur geringfügig. Bepflanzte Flächen speichern kaum Wärme im Boden.
Nachts: Flächen kühlen in der Nacht schnell ab.
Naturnahe Regenwasserbewirtschaftung
Wildstaudenbeete eignen sich eher weniger für Versickerungsanlagen wie Mulden. Sie sind deshalb keine direkten Elemente einer naturnahen Regenwasserbewirtschaftung.
| Wirkung | |||
|---|---|---|---|
| geringe Wirkung | mittlere Wirkung | grosse Wirkung | |
Biodiversität | Staudenbeete aus mehrheitlich nicht-einheimischen Zierstauden haben einen geringen ökologische Wert. | Naturnah gepflegte Wildstaudenbeete aus einheimischen Stauden haben einen mittleren ökologischen Wert. | |
Hitzeminderung | Bei eher trockenen Standorten und wenn wenig Wasser zur Verdunstung über die Pflanzen vorhanden ist, ist die Hitzeminderung gering. | Bei frischen Standorten und wenn die Pflanzen Wasser verdunsten können, ist die Hitzeminderung mittel. | |
Naturnahe Regenwasserbewirtschaftung | Unterbaute Flächen speichern kleinere Regenereignisse, stärkere Regen fliessen ohne Versickerung ab. | Nicht unterbaute Flächen ermöglichen einen naturnahen Wasserkreislauf und die Versickerung vor Ort. | |
Bewegungsförderung | Staudenbeete können nur eingeschränkt genutzt werden. | ||
Naturerlebnis | Artenarme Staudenbeete mit geringen Farben- und Formenvielfalt bieten ein geringes Naturerlebnis. | Artenreiche Wildstaudenbeete mit grosser Farben- und Formenvielfalt bieten ein mittleres Naturerlebnis. | Artenreiche Wildstaudenbeete mit nutzbaren und essbaren Pflanzen bieten ein vielfältiges und alle Sinne ansprechendes Naturerlebnis. |
Die Tabelle gibt eine Übersicht zu den Potenzialen und den Wirkungen. Die Angaben zu Synergien und Potenzialen basieren auf Fachliteratur sowie Einschätzungen von Fachleuten, u.a. von Daniel Keller, Stadtlandschaft GmbH, und Silvia Oppliger, SVA (Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute).