Partizipation ist die Einbeziehung von Individuen und Organisationen (Stakeholdern) in Entscheidungs- und Willenbildungsprozesse. Um sich für Biodiversitätsförderung zu entscheiden, muss man verstehen, warum das Thema wichtig ist und mit allen Sinnen mit Biodiversität in Berührung kommen. Es braucht Zeiten und Räume, in denen es ermöglicht wird, gemeinsam neue Wege zu begehen, hin zu einer gemeinschaftlichen Entscheidungsfindung in einer Situationen mit grosser Unsicherheit, Komplexität, Ängsten und Mehrdeutigkeit. Es braucht Ansätze um mit (vermeintlichen) Dilemmata umzugehen. Hierfür gibt es besonders gut geeignete Formate.
Bewohnendenveranstaltungen

Ermöglichung von persönlichem Austausch zwischen Liegenschaftsverwaltung und Bewohnenden. Foto: K. Hauser
An Bewohnendenveranstaltungen
- laden wir Bewohnende auf eine Reise ein, gemeinschaftlich Problem & Handlungsbedarf zu verstehen;
- laden wir ein, in Beziehung zu sich, anderen und der Natur zu kommen;
- machen wir aus Betroffenen Beteiligte;
- wertschätzen wir Fähigkeiten und Erfahrung;
- stärken wir die Selbstwirksamkeit;
- hinterfragen wir den Status quo;
- öffnen wir aktiv für Einbeziehung neuer Perspektiven und Inputs;
- öffnen wir den Raum für neue Denk- und Verhaltensweisen;
- co-kreieren wir neue Praktiken, z.B. naturnahe Umgebungspflege, die auch von Bewohnenden geschätzt wird.
Wahrnehmungsspaziergänge

Ein Wahrnehmungsspaziergang zwischen Siedlung und Waldrand lässt neue Blickwinkel auf die eigene Siedlung zu. Foto: K. Hauser
Auf Wahrnehmungsspaziergängen werden Raumqualitäten erkannt, festgehalten und genutzt.
„Vom Sehen zum Erkennen“ Wahrnehmungsspaziergang. Ein Werkheft für Raumplanung und Architektur
Emotional Mapping

Orte in Basel an denen sich die Menschen aufgrund der naturnahen Umgebung gerne aufhalten. Foto: K. Hauser
Emotional Mapping ist eine Methode, die es erlaubt Zugang zu sog. «Cultural Capital» zu ermöglichen.
3-D-Modellierung

3-D-Modellierung am Stadtatelier Biodiverses Basel. Foto: K. Hauser
3-D-Modellierung ist das Erstellen einer Skulptur im Team. Die Skulptur stellt eine aktuelle Situation und die sich abzeichnenden Möglichkeiten für ein Projekt dar. Der Prozess wirft Fragen aus vier Blickwinkeln auf und ermöglicht eine 360-Grad-Sicht und ein ganzheitliches Erfassen, einer sich abzeichnenden Zukunft. Das Modell ermöglicht auch Situationen auf der Zeitachse zu besprechen und man entdeckt immer Aspekte, die einem im Alltag nie aufgefallen wären.
Cultural Probes

Eindrücke aus der Umgebung sammeln und ohne Wertung besprechen «Ich finde das schön, weil...». Foto: K. Hauser
Mit dieser Methodik lädt man Menschen ein, ihre Umgebung zu beobachten und Eindrücke zu sammeln. Mit den Eindrücken geht man in einem Austausch, um zu erleben, wie unterschiedlich wir unsere Umgebung wahrnehmen