Tierfallen

Ein engmaschiges Netz sichert diesen Schacht für wandernde Amphibien und andere Kleintiere. Foto: M. Di Giulio
Ungesicherte Schächte, Kellerabgänge oder auch Kamine können für Igel, Frösche, Vögel und andere Kleintiere zu lebensgefährlichen Fallen werden. Um den Tod von unzähligen Tieren zu vermeiden, sollten solche Tierfallen bereits bei der Planung wenn immer möglich vermieden werden. Bei Bestandsliegenschaften sollten sie durch geeignete Massnahmen gesichert werden.
Glasflächen

Das Treppenhaus des Wohnhauses FELZ ZWEI birgt dank Vogelschutzglas BIRDprotect keine Kollisionsgefahr mehr für Vögel. Foto: VBAU Architektur AG
Spiegelnde Glasflächen oder Durchgänge aus Glas stellen für Vögel eine erhebliche Gefahr für Vögel dar. Die Vögel erkennen die Gefahr nicht und kollidieren mit dem Glas, was du Verletzungen und Tod führt. Schätzungen gehen davon aus, dass jährlich Millionen von Vögel auf diese Weise sterben. Mit einer klugen Planung und geeigneten Massnahmen lassen sich solche Todesfallen vermeiden.
Künstliche Beleuchtung

Lichtemissionen in der Schweiz im Jahr 2020. Quelle: BAFU
Der Verlust der Nachtdunkelheit nimmt weltweit zu. In der Schweiz haben sich die Lichtemissionen seit den 1990er-Jahre verdoppelt. Künstliche Beleuchtung wirkt sich negativ auf uns Menschen und auf die Natur aus. So ist rund die Hälfte aller Insekten- und Säugetierarten nachtaktiv. Nächtliches Licht beeinträchtigt Lebensräume, aber auch Interaktionen zwischen Arten und ökologische Prozesse wie die Bestäubung. Somit gehört Dunkelheit zu den wichtigen Ressourcen für Lebewesen wie sauberes Wasser. Durch einfache Massnahmen können Lichtemissionen reduziert werden.
Lebensraumvernetzung

Igel können problemlos Treppenstufen überwinden, wenn diese nicht höher als 15 bis 20 cm hoch sind. Foto: Igelzentrum
Durch die Ausdehnung von Siedlungen und die Versiegelung von Boden wird der Lebensraum vieler Pflanzen- und Tierarten eingeschränkt und zerschnitten. Die verbleibenden Lebensräume wildlebender Pflanzen und Tiere werden dadurch isoliert und der genetische Austausch zwischen den Beständen unterbrochen. Die Durchlässigkeit des bebauten Raums lässt sich sicherstellen, indem ökologisch wertvolle Lebensräume und Strukturen vernetzt sowie Hindernisse rund um Gebäude, Strassen und Plätze vermieden werden. Vernetzung ist immer spezifisch für bestimmte Arten und Lebensräume, daher gibt es keine allgemein gültigen Regeln. Damit auch Kleintiere neue Flächen besiedeln und nutzen können, sollte die Distanz zwischen einzelnen Lebensräumen und Strukturen jedoch nicht mehr als 50 bis 100 m betragen.