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Hitzeentlastungssystem

In der Schweiz sind die städtischen Ballungsräume besonders stark von der zunehmenden Hitze betroffen. Gemäss Klimaszenarien CH2018 werden die Anzahl Hitzetage (Tage mit Temperaturen über 30 °C) im Mittelland und in den Alpentälern stark ansteigen. Es besteht also dringender Handlungsbedarf, die Bevölkerung vor Hitze zu schützen und Siedlungen zu kühlen. Denn Hitzewellen beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden, sondern gefährden auch die Gesundheit der Menschen in städtischen Gebieten. 

Zwischen Hitzeminderung und Biodiversitätsförderung können zahlreiche Synergien genutzt werden. Denn gemäss Fachplanung Hitzeminderung der Stadt Zürich (2020) basieren die 6 wirksamsten Massnahmen auf funktions- und leistungsfähigen Ökosystemen: 

  1. Grünflächen schaffen und diese klimaökologisch gestalten; 
  2. Aufenthalts-, Bewegungs- und Verkehrsräume mit Bäumen beschatten; 
  3. Wasser im städtischen Raum etablieren, z.B. offene, bewegte Wasserflächen anlegen; 
  4. Regenwasser zurückhalten und versickern lassen sowie Oberflächen entsiegeln; 
  5. Dächer (klimaökologisch) begrünen; 
  6. Fassaden (klimaökologisch) begrünen.

Die Grafik im ProClim Flash 73 (Städte im Klimawandel) zeigt die Wirksamkeit und den Wirkbereich der einzelner Massnahmen, wobei insbesondere grosse Bäume bis zu einer Entfernung von 20 m die Umgebung kühlen. 

Übersicht der wirkungsvollsten Massnahmen am Tag zur Hitzeminderung im städtischen Raum. Grafik: ProClim Flash 73