Begrünte Dächer bieten Lebensraum, Hitzeschutz und Wasserspeicherung. Unterschieden werden drei Kategorien von Dachbegrünungen und zwar aufgrund der Substratmächtigkeit:
- Extensivbegrünung, Substratmächtigkeit ca. 10 bis 15 cm;
- Einfache Intensivbegrünung, Substratmächtigkeit ca. 15 bis 25 cm;
- Intensivbegrünung, Substratmächtigkeit ab 25 cm bis zu 1,5 m.
Für Pflanzen, Tiere und andere Organismen sind Dächer ein Extremstandort, der Sonne, Wind und Regen ausgesetzt ist. Eine ausreichend dicke Substratschicht, Schutzstrukturen vor Sonne, Wind und Regen sowie eine ökologisch wertvolle Bepflanzung sind daher wichtig. Gut geplante und gepflegte Dachbegrünungen können ein Ersatzlebensraum für zahlreiche Arten von Pflanzen, Tieren, Moosen und Pilzen sein. Die Besiedlung kann passiv durch Wind oder aktiv durch fliegende oder kriechende Organismen erfolgen. Dachbegrünungen auf tiefen bis mittel hohen Gebäuden (<5 Geschosse) sind für Insekten einfacher besiedelbar als solche auf hohen Gebäuden.
Zusätzlich haben Dachbegrünungen viele weitere Vorteile:
- Sie erhöhen die Lebensdauer der Gebäudehülle;
- schützen das Gebäude vor Temperaturschwankungen;
- entlasten bei Starkniederschlägen die Kanalisation, indem sie Regenwasser zurückhalten und langsam verdunsten lassen;
- verbessern die Effektivität von Dachphotovoltaikanlagen durch Verdunstungskühle;
- machen auch das Dach zu einem attraktiven Aufenthaltsort.
Planung, Ausführung und Pflege von Dachbegrünungen erfordern zwingend die Expertise von Fachleuten und sollte möglichst früh im Planungsprozess berücksichtigt werden, um die bauphysikalischen Anforderungen zu erfüllen und die ökologische Qualität und Funktionalität sicherzustellen.